1. - August Hortmanns

*24. April 1848

geweiht am 24. August 1872

+ 1915 in Köln

 
Am 03. Oktober 1889 wurde die bisherige Filialgemeinde „Styrum-Oberhausen“ kirchlich zur selbständigen Pfarrei  St. Joseph erhoben und gleichzeitig wurde der Bezirk Oberhausen abgetrennt, bekam den Namen „Herz Jesu“ und wurde ein Rektorat von Styrum. Zum Rektor ernannte die bischöfliche Behörde am 27. September 1889 den bisherigen Kaplan an St. Gertrud in Essen August Hortmanns, geb. in Rheindahlen am 24. April 1848 und zum Priester geweiht am 24. August 1872. Die feierliche Einführung des Rektors erfolgte am 26. Oktober 1889.

Am 20. August 1892 wurde durch den Erzbischof Philipp Krementz in Köln die Pfarreierhebung der Herz Jesu Gemeinde ausgesprochen, die am 20. November staatlich bestätigt wurde. Gleichzeitig wurde Rektor Hortmanns zum Pfarrer der neuen Pfarrei ernannt. Seine Ernennung zum Pfarrer war datiert vom 12. August 1892, seine Einführung als solcher fand am 1. Oktober statt.

Am 28. und 29. August 1897 feierte die Pfarre das 25-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Hortmanns, der noch bis zu seiner Versetzung nach  St. Mauritius in Köln im Jahre 1903 an der Herz Jesu Pfarrei segensreich arbeitete.

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2. - Andreas Jacqourie

 + 1929 in Lannersdorf

 
Bevor Andreas Jacqourie Pfarrer an Herz Jesu wurde, war er von 1897-1903 der erste Pfarrer der St.Antonius-Pfarrei in OB-Alstaden. Während seiner Amtszeit in Herz Jesu wurde nach längerer Planung im Jahre 1909 der Neubau der Herz Jesu Kirche begonnen. Die Grundsteinlegung fand am 29. Oktober 1909 statt. Nach zweijähriger Bauzeit erfolgte am 30. April 1911 die Einsegnung der neuen „Herz Jesu Kirche“ durch Pfr, Jacquorie. Die Konsekration (Kirchweihe) der neuen Kirche fand am 16. Juli 1912 durch Weihbischof Müller aus Köln statt. Im Mai 1915 wurde Pfarrer Jacquorie von Dr. Löbbel abgelöst.

 

(weitere Einzelheiten liegen durch die Kriegswirren leider nicht vor)

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3. - Dr. Hermann Löbbel

Am 13. Mai 1915 wurde Dr. Hermann Löbbel als Pfarrer von Herz Jesu eingeführt. Während seiner Oberhausener Zeit wurden 1916 die neue Orgel bei der Fa. Seifert und 1918 die neuen Glocken bestellt.

Im Jahr 1925 verließ Dr. Löbbel die Herz Jesu Gemeinde und wurde Pfarrer an der Basilika St. Ursula in Köln, später Stadtdechant in Köln

(weitere Einzelheiten sind leider im Krieg verloren gegangen)

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4. - Dr. Wilhelm Huth

Am 12. Juli 1925 wurde „Dr. Wilhelm Huth“ als neuer Pfarrer feierlich in sein Amt eingeführt. Während seiner Amtszeit wurde der neue Hochaltar eingeweiht und die Kirche bekam neue Kirchenbänke.

1927 wurde endlich eine Kirchenheizung eingebaut und zu Weihnachten 1930 eine neue Krippe angeschafft. Am Silvestertag 1931 verstarb Dr. Huth plötzlich und unerwartet und wurde am 7. Januar 1932 auf dem Styrumer Friedhof beerdigt. Seine kurze Amtszeit wurde von großer Arbeitslosigkeit und Armut in Oberhausen. überschattet.

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5. - Johannes Kampert

* 01.08.1889 in Köln

geweiht 10.08.1912 in Köln

+ 30.10. 1975 in Essen

 
Am 3. März 1932 wurde von Kardinal Schulte  Johannes Kampert zum neuen Pfarrer an Herz Jesu ernannt. Pfarrer Kampert wurde 1889 in Köln geboren, studierte in Köln und Bonn und wurde am 10.August 1912 zum Priester geweiht. Am 17. April 1932 wurde der neue Pastor in sein Amt eingeführt. Am Christkönigsfest 1937, (31. Oktober), konnte Pfarrer Kampert in Verbindung mit dem 25. Jahrestag der Konsekration der Kirche sein 25- jähriges Priesterjubiläum feiern. Dokumente belegen, dass Pfarrer Kampert während der Jahre 1932 bis 1945 durch den Nationalsozialismus sehr schwere Jahre in seiner Gemeinde erlebt hat. Er wurde von der Gestapo überwacht und immer wieder zu Verhören einbestellt. Die Herz Jesu Kirche wurde mehrmals so stark bombardiert, dass ab Osterdienstag 1943 die Kirche nicht mehr zu benutzen war. Ebenso waren Pfarrhaus und die Kaplanei stark zerstört. Als Kirchersatz wurde im stark zerstörten Kolpinghaus schnellstens die „Herz Jesu Kapelle“ eingerichtet, in der nunmehr bis Ende 1948 Gottesdienst gefeiert wurde. Am 15. April 1948 begann langsam der Wiederaufbau der Kirche, die am 18. Dezember durch den Pfarrer eingesegnet wurde

Am 17. 04. 1949 (Ostern) wurde Pfarrer Kampert durch ein Schreiben von Kardinal Frings zum „Geistlichen Rat“ ernannt. In dem Schreiben heißt es: „In dankbarer Würdigung Ihrer verdienstvollen seelsorglichen Tätigkeit ernenn ich Eu. Hochwürden hiermit zum „Geistlichen Rat ad Honores“. Am 10. August 1952 konnte Pfarrer Kampert sein 40. jähriges Priesterjubiläum feiern. Gleichzeitig war er 20 Jahre Pfarrer an Herz Jesu. Am 18. 02. 1953 wurde Geistlicher Rat Pfarrer Johannes Kampert zum Dechanten des Dekanates Oberhausen ernannt. Am 17.04.1957 war Dechant Kampert 25 Jahre Pfarrer an Herz Jesu. Wegen der Umbauarbeiten in der Kirche wurde das Jubiläum am 22. September 1957 mit einem Festhochamt und anschließender öffentlicher Feier begangen. 1960, am Feste Christi Himmelfahrt, wurde Geistlicher Rat Dechant Johannes Kampert in der Münsterkirche zu Essen in sein Amt als Ehrendomherr eingewiesen. Am 10. August 1962 feierte Kampert sein goldenes Priesterjubiläum. Nach dem Hochamt spendete Dechant Kampert aufgrund einer speziellen Erlaubnis von Rom allen Teilnehmern den „Päpstlichen Segen“. Wenige Wochen vor diesem Ereignis konnte er die vier neu angeschafften Glocken einsegnen, die bis heute zu Gottesdienst und Gebet rufen, aber auch freudige und leidvolle Nachrichten verkünden.

75 Jahre Herz Jesu Pfarre
75 Jahre Kirchenchor
75 Jahre alt wurde Stadtdechant Kampert.

Dieses dreifache Jubiläum wurde am 18. Oktober 1964 groß gefeiert.

Nach 53 Jahren Priestertum und nach 33 Jahren segensreichen Wirkens als Pfarrer der Herz Jesu Gemeinde nahm Stadtdechant Johannes Kampert, Ehrendomherr und Erzbischöflicher Rat, Abschied von seiner Gemeinde. Er nahm seinen Wohnsitz in der Pfarre St. Laurentius in Essen-Steele. Am 13. August 1972 wurde in der Herz Jesu Kirche das „Diamantene Priesterjubiläum“ mit einem Festhochamt gefeiert. Bischof Hengsbach und viele Repräsentanten von Stadt und beiden Kirchen gratulierten dem Jubilar.

Am 30. Oktober 1975 verstarb Johannes Kampert nach mehr als 86 erfüllten Lebensjahren und 63 Priesterjahren. Er wurde am Allerseelentag (2.11.) auf dem Styrumer St. Josephsfriedhof beigesetzt.

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6. - Alfons Karl

* 03.03.1916 in Heessen (Hamm)

geweiht: 06.06.1952 in Münster

+ 17.11.1979 in Oberhausen

Am 11. 04. 1965 (Palmsonntag) wurde Alfons Karl von Stadtdechant Knappmann als neuer Pfarrer an Herz Jesu eingeführt. Während seiner Amtszeit wurde die auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil verabschiedete Liturgiereform mit Leben erfüllt und veränderte Einiges auch im Kirchenraum von Herz Jesu. Ab 1968 gibt es als neues Gremium den Pfarrgemeinderat. Gleichzeitig wurde ab August 1969 die Handkommunion gestattet. Am 6. August 1977 jährte sich zum 25. Mal der Tag der Priesterweihe von Pfarrer Karl, die am 23. Oktober 1977 mit der Gemeinde gefeiert wurde. Am 24. Dezember 1978 wurde bekanntgegeben, dass wegen einer schweren Erkrankung mit einer längeren stationären Behandlung die Sonntagsfrühmesse ausfallen muss. Es war nicht bekannt, wie krank der Pastor wirklich war. Am 17. November 1979 ist Alfons Karl seinem schweren Krebsleiden erlegen. Einen nicht leichten Weg ist er in den 14 Jahren Herz Jesu gegangen. Dem Modernen aufgeschlossen, hat er dennoch versucht, das Alte, das sich bewährt hat, zu bewahren. Am 22. November 1979 wurde Alfons Karl in seiner Heimat, Hamm-Heesen, beigesetzt.

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7. - Günter Reinbach

* 15. Oktober 1936

geweiht am 23. Juli 1961 in Essen

Am 13. Januar 1980 wurde in allen Gottesdiensten bekannt gegeben, dass Bischof Franz Hengsbach mit Datum vom 08.01. 1980 Herrn Kaplan Günter Reinbach aus St. Lamberti in Gladbeck zum Pfarrer an Herz Jesu ernannt hatte. Günter Reinbach begann 1956 mit dem Theologiestudium in Paderborn. Nach drei Semestern ging er für zwei Semester nach Innsbruck zur Jesuitenfakultät. Hier wurden zur damaligen Zeit noch die Vorlesungen in Latein gehalten. Bedeutende Lehrer waren Karl Rahner für Dogmatik, sein Bruder Hugo Rahner für Kirchengeschichte und Patrologie und Josef Andreas Jungmann für Liturgie. Nach seiner Priesterweihe 1961 war er Kaplan in Gelsenkirchen, Duisburg-Ruhrort, Bochum und Gladbeck.

Am 4. Fastensonntag (16. März 1980) wurde Pfarrer Reinbach in der Herz Jesu Kirche in sein ‚Amt eingeführt. 1981 wurde von Experten festgestellt, dass die Kirche eine neue Orgel benötigt. Reparaturen oder Modernisierung der alten Orgel waren nicht zu verantworten. So müssen Reinbach und der Kirchenvorstand nunmehr gemeinsam versuchen, an das nötige Geld zu kommen.

Am 23 Juli 1986 war Pfarrer Günter Reinbach 25 Jahre Priester. Die äußere Feier des Silberjubiläums fand am 19. Oktober statt. Statt Geschenke bat Reinbach um Spenden für die neue Orgel.

1989 konnte der Pfarrer mit der ganzen Gemeinde das 100jährige Bestehen der Herz Jesu Pfarre feiern. Am 3. Adventssonntag 1990 (16.12.) konnte endlich nach Innenrenovierung der Kirche die neue Orgel eingeweiht werden.

Am 23. Juli 2001 konnte Günter Reinbach sein 40 jähriges Priesterjubiläum feiern. Wegen der Sommerferien und seines 65 jährigen Geburtstages im Oktober fand die äußere Feier am 4. November 2001 statt.

In der Gemeinschaft fast aller Kapläne, die ihre ersten Jahre in Herz Jesu verbracht haben, konnte Günter Reinbach am 6. März 2005 sein 25-jähriges Ortsjubiläum feiern. Es war gleichzeitig die letzte große Feier, da Günter Reinbach am 31. Dezember 2005 in Ruhestand ging und Anfang Januar 2006 die Pfarrgemeinde in Richtung Sterkrade verließ.

Während der segensreichen 25 Jahre in Herz Jesu hat Pfarrer Reinbach einiges an Umbaumaßnahmen bewegt: Renovierung des Elisabethhauses, Umbau des Kolpinghauses zum Pfarrzentrum, Renovierung der Kirche und des Kircheninventars und der Einbau einer neuen Orgel. Neuen technischen Dingen gegenüber war Reinbach sehr aufgeschlossen. Sein besonders Steckenpferd war und ist noch heute der Computer. Hier können auch Profis von ihm noch Einiges lernen.

Viele haben seine Pensionierung damals sehr bedauert. Die Herz Jesu Gemeinde wünschte Pastor Reinbach Gottes Segen und viel Gesundheit.

 

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8. - Dr. Michael Dörnemann

*5. Januar 1969 in Essen

geweiht am 2. Juni 1995 in Essen

 

Michael Dörnemann wurde 1969 in Essen geboren und ist im Ortsteil Borbeck aufgewachsen. Das Studium der Katholischen Theologie absol-vierte er von 1988 bis 1993 in Bochum und München. Am 2. Juni 1995 wurde er in der Essener Münsterkirche von Bischof Dr. Hubert Luthe zum Priester geweiht. Danach war er als Kaplan in der Pfarrgemeinde St. Gabriel in Duisburg-Neudorf tätig.

Vom 1. September 1998 bis zum 13. Mai 2006 arbeitete er als Subregens am Bischöflichen Priesterseminar St. Ludgerus in Bochum.

Seit dem 1. Januar 2001 war er zusätzlich Leiter der Diözesanstelle „Berufe der Kirche“. In dieser Zeit promovierte er 2003 an der „Katholisch-Theologischen Fakultät“ der Universität Bochum zum Doktor der Theologie über das Thema:

„Christus, der Arzt. Krankheit und Heilung in der Theologie der frühen Kirchenväter“

im Fachbereich Alte Kirchengeschichte/Patrologie bei Prof. Dr. Wilhelm Geerlings.

Im Februar 2006 wurde Dr. Dörnemann von Bischof Dr. Felix Genn als Nachfolger von Pfarrer Reinbach zum Pfarradministrator der Pfarrgemeinde Herz Jesu ernannt. Die Einführung erfolgte am 14. Mai 2006.
Bedingt durch die Umstrukturierung im Bistum Essen wurde Dr. Dörnemann am 15. April 2007 zum Pfarrer an der neu gegründeten Pfarrei Herz Jesu und zum Pastor an der Gemeinde Herz Jesu ernannt. Seitdem versucht Dr. Dörnemann mit viel Akribie und Erfolg die ehemaligen vier Gemeinden zur Kirchengemeinde (Pfarrei) Herz Jesu miteinander zu verbinden. Zum 31. August 2008 gab er sein Amt in der Diözesanstelle Berufe der Kirche auf. Am 16. Oktober 2008 ernannte ihn Bischof Dr. Felix Genn zum Stadtdechanten von Oberhausen und somit ist Dr. Dörnemann mit knapp 40 Jahren der jüngste Priester an der Spitze der katholischen Kirche Oberhausens. Sein Ziel in diesem Amt ist, der Kirche in Oberhausen ein menschliches und christliches Gesicht zugeben und alles daran zu setzen, dass Kirche präsent bleibt und neu belebt wird. Eine weitere Herausforderung sieht er darin, die neuen Strukturen innerlich mit geistlichem Leben zu füllen.

 

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